USV Natschbach-Loipersbach

Herbstrückblick 2021: Kampfmannschaft

Nach einem komplizierten Halbjahr überwintert unsere Kampfmannschaft nach der Herbstsaison in der 2.Klasse Wechsel auf Rang 5. In den abgelaufenen 12 Spielen gab es neben 7 Siegen und 1 Unentschieden leider auch 4 Niederlagen einzustecken – aus diesen Ergebnissen resultieren 22 Punkte.

Nachdem die Herbstsaison 2020 mit nur einer Niederlage aus 8 Spielen sehr zufriedenstellend verlief und der Kader weitestgehend zusammengehalten werden konnte, waren die Erwartungen an die Saison 2021/22 dementsprechend hoch.

Leider verlief bereits die Vorbereitung auf die Saison sehr durchwachsen – in zahlreichen Vorbereitungsspielen konnte man nur gegen Lanzenkirchen und Piesting siegen, Tiefpunkt war wohl die 1:11-Klatsche in Grimmenstein. So war die Spannung vor dem Meisterschaftsauftakt Mitte August schon hoch.

Der Auftakt glückte – zumindest ergebnistechnisch. Grünbach konnte nach einer starken Anfangsphase mit 3:1 besiegt werden, wobei man in weiten Teilen dieser Partie schon erkennen musste, dass die Leichtigkeit des Vorjahrs leider abhanden gekommen war. Nach einer coronabedingten Zwangspause (Absage der Partie in Howodo) erlebte unsere Kampfmannschaft zwei Horrorwochen. Sowohl im Heimderby gegen Ternitz (0:3) als auch in St. Egyden (2:5) hatte man gar keinen Auftrag und rannte jeweils in schlimme Niederlagen.

In der Folgewoche wurde Tacheles gesprochen und auch bedingt durch eine Systemanpassung verliefen die kommenden Wochen wieder nach dem Geschmack des USV. Gegen die SPG Schottwien/Schlöglmühl erarbeitete man sich einen 3:2-Sieg, ehe es am kommenden Wochenende zum emotionalen Höhepunkt des Herbsts 2021 kam. Beim Auswärtsspiel in Scheiblingkirchen legte unsere Mannschaft alles in die Waagschale, kämpfte bis zur letzten Minute, auch wenn fußballerisch bei weitem noch nicht alles gelang. Trotzdem war man lange Zeit auf dem Weg zu einer knappen Niederlage – Tore von Thomas Rasner und Sebi Fürtinger in den Schlussminuten sorgten aber für einen viel umjubelten 2:1-Auswärtssieg.

In den folgenden beiden Partien passten dann nicht nur die Ergebnisse – gegen Puchberg (4:2) und vor allem in Hochneukirchen (5:0) spielte unsere Truppe auch wieder tollen Fußball und arbeitete sich in der Tabelle nach oben. Auwärts in Howodo (1:1) und zuhause gegen Kirchberg (4:0) waren die Leistungen dann zwar nicht optimal, aber mit den Ergebnissen konnte man zufrieden sein – die Punkteausbeute passte und man war mit nur einem Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze auch wieder ganz oben dabei.

Eine tolle Ausgangsposition für das Frühjahr verspielte man dann leider in den Schlagerspielen gegen Mönichkirchen und Pottschach. Während in Mönichkirchen leider einfach das Engagement nicht reichte und die Niederlage in Form von 3:4 zwar knapp aber verdient ausfiel, war vor allem die Offensivleistung im Heimderby vor mehr als 200 Besuchern gegen Pottschach sehr ordentlich. Allerdings meinte es Fortuna an diesem Tag einfach nicht gut mit dem USV – der SVSF nutzte jeden individuellen Fehler des USV aus, offensiv erarbeitete man sich zahlreiche Einschussgelegenheiten, verschoss aber sogar einen Elfmeter. Am Ende stand eine 2:5-Niederlage, die wirklich schmerzte.

Zum Abschluss der Herbstsaison trat man auswärts in Willendorf an – hier merkte man beiden Mannschaften die Strapazen einer langen Saison schon an. Fehlte gegen Pottschach noch jegliches Spielglück, so war uns dieses in Willendorf hold. Kilian Staudinger traf in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg, was am Ende eines langen Halbjahrs nochmal für ein emotionales Stimmungshoch sorgte.

Auch wenn man mit der Punkteausbeute nicht zufrieden sein kann, so muss man die Truppe um Kapitän Bernd Panholzer trotzdem loben. Nach der eher schwachen Vorbereitung und dem durchwachsenen Saisonstart war die Gefahr groß, dass die Spielzeit 2021/22 für den USV zu einer Streichsaison verkommen hätte können. Die Mannschaft riss sich aber am Riemen, arbeitete sich aus der Krise und konnte vor allem Mitte der Herbstsaison wieder mit tollem Fußball glänzen.

Für die Frühjahrssaison ist somit alles möglich – man darf ein extrem enges Rennen an der Spitze der 2.Klasse Wechsel erwarten. Die Truppe um den neuen Cheftrainer Hans List wird sich in der Wintervorbereitung die Grundlage für ein tolles Frühjahr schaffen müssen.

Als Fußballliebhaber muss aber eines gesagt sein – egal, ob Scheibling, Ternitz, Pottschach, Willendorf, der USV, Puchberg oder Mönich am Ende der Frühjahrssaison jubeln kann – bei einem sind sich alle einig, ein drittes Mal in Folge darf der Sieger der Frühjahrsrunde nicht Corona heißen.

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